Informationen für Ärzte

Um als Arzt in Deutschland arbeiten zu dürfen, benötigen die ausländischen BewerberInnen eine Berufserlaubnis bzw. Approbation.

Wichtige Information zur Beantragung einer Berufserlaubnis nach §10 BÄO/Approbation für ärztliche Tätigkeit in Deutschland

Hier sind alle wichtigen vorzulegenden Unterlagen und Anforderungen zu Übersetzungen bzw. Beglaubigungen aufgelistet:

  • Schriftlicher Antrag des Bewerbers auf Erteilung einer Berufserlaubnis/Approbation  (ein Formular wird Ihnen von uns zur Verfügung gestellt).
  • Handschriftlich unterzeichneter Lebenslauf mit Lichtbild, in dem der genaue  Studiengang, der beruflicher Werdegang und sonstige Zeiten dargestellt werden.
  • Diplom (idealerweise in Verbindung mit der Haager Apostille nur auf dem Original).
  • Beilage zum Diplom oder Fächerliste mit Stundenzahl.
  • Internatur, Residentur- oder Ordinatur Zeugnis, Facharztanerkennung, sonstige Prüfungszeugnisse (wenn vorhanden).
  • Arbeitsbuch oder Arbeitsbescheinigungen über die bisher ausgeübte ärztliche Tätigkeiten.
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung/Certificate of Goog Standing der zuständigen Behörde des Heimatlandes bzw. anderer Länder, in denen der Beruf ausgeübt wurde. In diesem Dokument wird die Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des       ärztlichen Berufes nachgewiesen. Das Zertifikat bestätigt außerdem, dass keine berufs- und disziplinarrechtlichen Maßnahmen gegen Sie getroffen oder eingeleitet worden sind. Wenn Sie zur Beantragung dieses Dokumentes in Ihrem Land ein Schreiben brauchen, können wir Ihnen dieses zur Verfügung stellen.
  • Nachweis über Beherrschung der deutschen Sprache (B2 Zertifikat), z.B. von Goethe-Institut, telcGmbH, test-DaF-Institut, Kultusministerkonferenz, Österreichisches Sprachdiplom.
  • Identitätsnachweis (beglaubigte aktuelle Kopie des Passes).
  • Geburtsurkunde (in Verbindung mit der Haager Apostille).
  • Bei Verheirateten Heiratsurkunde (in Verbindung mit der Haager Apostille). Wenn die Ehegattin/Ehegatte Deutsche/r oder EU-Bürger/in ist, sind ein aktueller amtlich beglaubigter Auszug aus dem Familienbuch, Fotokopie des Personalausweises und Meldebestätigung vorzulegen.
  • Bei vorheriger ärztlicher Tätigkeit in Deutschland: Kopie der zuletzt erteilten Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit nach §10 BÄÖ.
  • Ärztliche Bescheinigung (nicht älter als 1 Monat), aus der hervorgeht, dass Sie in psychischer und physischer Hinsicht zur Ausübung des Arztberufes geeignet sind. Diese Bescheinigung sollte in bestem Fall von einem in Deutschland praktizierenden Arzt oder einem Beratungsarzt der Deutschen Botschaft vor Ort ausgestellt werden. In den meisten Fällen genügt aber auch eine ärztliche Bescheinigung Ihres Arztes im Heimatland.
  • Anstellungsbestätigung bzw. Kopie des Arbeitsvertrages des zukünftigen Arbeitgebers.
  • Auszug aus dem Strafregister/Bescheinigung des Herkunftslandes (nicht älter als 1 Monat). Für die Bewerber, die sich bereits mindestens 3 Monate in Deutschland aufhalten, ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (als Grund „Berufserlaubnis §10 BÄO anzugeben) bei der zuständigen Meldebehörde (Einwohnermeldeamt) zu beantragen.
  • Für bereits in Deutschland lebende Kandidaten: Nachweis über den Aufenthaltstitel.
  • Im Einzelfall sind weitere Nachweise zu erbringen.

 

Wichtiges zu Übersetzungen und Beglaubigungen:

Alle Unterlagen sind als amtlich oder notariell beglaubigte Ablichtung entweder durch

  • die Rechtsabteilung der deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland
  • eine Behörde in Deutschland (z.B. Einwohnermeldeamt)
  • einen Notar in Deutschland

vorzulegen.

Dabei ist auch je eine beglaubigte Übersetzung von einem in Deutschland gerichtlich zugelassenen Übersetzer vorzulegen. Dem Übersetzer sind die in einer Fremdsprache abgefassten Ursprungstexte persönlich als Originale oder eine davon gefertigte und amtlich  (nur von den deutschen Behörden) beglaubigte Kopie  vorzulegen. Dies muss auf der Übersetzung bestätigt werden.  Auch die Bestätigung der Richtigkeit und  Vollständigkeit der Übersetzung ist ebenfalls vom Übersetzer zu vermerken.  Die im nicht europäischen Ausland gemachten Übersetzungen werden von den deutschen Behörden nicht anerkannt. Manche Botschaften der Bundesrepublik Deutschland beglaubigen und bestätigen die Richtigkeit der  in Ihrer Heimat gefertigten Übersetzungen.

Es empfiehlt sich, die Unterlagen so früh wie möglich vorbereitet zu haben. Die vorzulegenden Unterlagen können sich in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. So braucht man in einigen Bundesländern keine Apostille auf dem Diplom zu haben oder kein Arbeitsbuch oder keine Geburtsurkunde usw. vorzulegen. Sie sind jedoch auf der sicheren Seite, wenn Sie im Besitz aller Unterlagen sind. Zu empfehlen ist daher, eine rechtzeitige Beantragung einer Apostille und aller notwendigen Übersetzungen. Sollten Sie in Ihrem Heimatsland Schwierigkeiten bezüglich Übersetzungen  haben, können wir Ihnen helfen, einen geeigneten Übersetzer in Deutschland zu finden.  Näheres zum genauen Umfang der vorzulegenden Unterlagen erfahren Sie von uns, sobald eine Anstellungsbestätigung vorliegt und ein Antrag zur Erteilung einer Berufserlaubnis in jeweiligem Bundesland zu stellen ist.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter:

info@parus-ps.de

Weitere Informationen über die Arbeit als Arzt in Deutschland finden Sie auf unserer Webseite:

www.parus-ps.de

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